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Affalter und sein Abwasser

   
18.07.2011 Auch die Freie Presse beschäftigt sich mit dem Thema

Der ZAST beschäftigt sich nun auch intensiver mit dem Thema Abwasser in Affalter.
Nachdem es der Albernauer Bürgerinitiative gelungen war, sich Gehör zu verschaffen, können nun auch die Affalterer ganz vage auf eine Lösung hoffen.
Heute findet dazu ein Runder Tisch statt.
Die Freie Presse berichtet: [MEHR]
 
17.07.2011 Abwasser und kein Ende

Der vorhergehende Beitrag zum Thema Abwasser soll nicht unkommentiert bleiben.
Schon mehrfach wurde zum Thema Abwasser Affalter und Albernau verglichen. Affalter ist nicht Albernau, topografisch sind andere Bedingungen für einen Abwasserkanal, oder Kleingruppenkläranlagen. Rund um Albernau gibt es genug Platz für eine Kläranlage, außerdem kennen wir die Zusammenhänge nicht.
Affalter liegt im Tal, tiefster Punkt ist stets der Bach und es ist eigentlich kein Platz mehr. In der Straße, oder daneben liegt eine Gasleitung, das Telefonkabel und die Wasserleitung. Der Bach ist teilweise 2 bis 3 Meter tiefer als die Straße und müßte laufend unterquert werden, das heißt die Straße müßte vielleicht 4 Meter tief aufgegraben werden. Die mit großen Aufwand neu gebauten Brücken (Methodistenkirche und Linde) müßten unterquert werden, wie soll das gehen? Ein Alptraum, Affalter würde über Jahre im Dreck versinken und von der Außenwelt abgeschnitten sein. Die dann zustande kommenden Anschlußgebühren würden wohl den Kosten einer biologischen Kläranlage gleichkommen, oder übersteigen.
Streitwald, Winkel da sieht es etwas anders aus, da gibt es durchaus Bemühungen um Kleingruppenanlagen. Aber wer wird wohl zum Beispiel im Winkel sein Grundstück für eine Kläranlage hergeben und dann auf der Terrasse, mit Blick auf die Kläranlage, sitzen. Natürlich ist es nicht die optimale Lösung, wenn jeder eine vollbiologische Kläranlage baut, kritisch vor allem dort, wo nur wenige Personen im Haus wohnen. Trotzdem besser als der derzeitige Zustand, so sollte man sich mal die Abflußrohre der jetzigen Klärgruben ansehen, da kommt nicht nur Wasser raus. Inzwischen gibt es schon etliche vollbiologischen Anlagen. Meistens ging das ohne Garten umgraben, Buddelei usw., es wurde mit relativ geringem Aufwand nachgerüstet, die vorhandene Klärgrube umgebaut, Strom rangelegt fertig.
Klar dem ZAST ist nicht zu trauen, sollten aus irgendeinem Füllhorn mal Fördermittel ausgeschüttet werden, wird Affalter sofort von dezentraler zu zentraler Abwasserversorgung umgestuft. Anschließend wird Otto-Normalverbraucher erklärt, dass es für die Erhaltung der Umwelt unumgänglich ist, einen Abwasserkanal in Affalter zu bauen, Umweltschutz, nach Kassenlage.
Die vollbiologische Kläranlage ist wohl das kleinere Übel und wenn nebenbei noch etwas für die Umwelt herauskommt, dann wird es sich auch lohnen.
Willi Kreutel

WIR FREUEN UNS ÜBER WEITERE MEINUNGEN!
 

05.07.2011 Abwasserstreit in Albernau

Kurz gesagt: NICHTS!
 Die Affalterer sind wohl selbst zu der Einsicht gelangt, dass es sich um ein weit zersiedeltes Dorf handelt. Immerhin sind manche Häuser bis zu 4 km voneinander entfernt. Zumindest wenn man die Entfernung der Forststraße im Streitwald vom Bergverwalterhaus im unteren Ortsteil betrachtet. An anderen Stellen geht es eher enger zu, man kann fast sagen an fast allen Stellen im Dorf. Die Hauptstraße ist eng besiedelt und auch im Winkel und in Richtung Anger steht Haus an Haus. Dazu gibt es noch ein schönes Gefälle. Man könnte glauben, dass es sich um ideale Voraussetzungen für einen Kanalbau handele. Selbst der Belag der Hauptstraße ist an einigen Stellen schon so brüchig geworden, dass man diesem die Strapazen des Kanalbaus zumuten könnte.
Doch die Hauptstraße bleibt verschont, weil der ZAST kein Geld hat.
Stattdessen werden in den nächsten Jahren hunderte Gärten aufgegraben und hunderttausende Euro ausgegeben, bis im Jahr 2016 endlich Fördermittel bewilligt werden und der Bürger erfahren darf, dass der Kanalbau doch die bessere Lösung darstellt. Nach neueren Untersuchungen sei man zu der Erkenntnis gelangt, dass vollbiologische Kläranlagen mit Kleinsteinleitungen von ein bis drei Personen nicht funktionieren können.
Der Affalterer Bürger ist dem willenlos ausgeliefert. Die Albernauer haben sich wenigstens gewehrt...
Frank Ulbricht 

Hier ein FP-Artikel von heute:

Abwasserstreit in Albernau
 
10.02.2011 Abwassergebühren - zahlen für nichts! Eine halbe Schadeinheit meldet sich zu Wort!

Vor kurzem flatterten vielen Einwohnern von Affalter Abwasserbescheide ins Haus. In der Presse geschickt angekündigt, gilt es nun für den Otto Normalverbraucher, in die Tasche zu greifen und die schier unermessliche und unverschämte Gier der Behörden und Zweckverbände nach dem Geld des kleinen Mannes zu bedienen.
Bislang zahlten nur diejenigen, deren Abwasser durch kommunale Rohre in den Dorfbach gelangte, jetzt zahlt jeder. Eine neue Gebühr wurde erfunden, auf der 100. Verbandsversammlung am 09. November 2009 wurde die Kleineinleiterabgabesatzung (KAS) beschlossen.
Schuld sind natürlich immer die anderen, nicht der Zweckverband, sondern der Freistaat Sachsen.
Der Abwasserzweckverband muss das Geld für den Freistaat Sachsen eintreiben. Der Freistaat braucht angeblich das Geld, um Bäche und Flüsse in Ordnung zu halten.
Genau heißt diese Satzung: Satzung zur Erhebung einer Abgabe zur Abwälzung der Abwasserabgabe für Kleineinleitungen. Abwälzung von oben nach unten, der Bürger kann ruhig zahlen, für null Leistung.
Die Gewässer in Ordnung zu halten, dass wurde doch schon immer gemacht, ohne dafür Geld zu kassieren.
In Thüringen ist so eine Gebühr übrigens unbekannt.
2,5 Milliarden Euro haben unsere Politiker in Dresden mit der Landesbank Sachsen, als politisch Verantwortliche, in den Sand gesetzt. Kleinlaut und still wird diese Summe jetzt scheibchenweise an die Landesbank Baden-Württemberg überwiesen. Da muss man natürlich neue Einnahmequellen erfinden, die 2,5 Milliarden, die hätten wir in Sachsen auch gut gebrauchen können.
Das Unglaubliche, der Bürger wird zur Schadeinheit degradiert.



Schadeinheiten sind wir also für den Abwasserzweckverband, aber gut genug. um sich mit einer satten Bearbeitungsgebühr noch zu bereichern.
Was bleibt dem Normalverbraucher, formal Widerspruch einzulegen, zähneknirschend zu bezahlen und bei der nächsten Wahl zu zeigen, was von den dafür verantwortlichen Politikern zu halten ist.

Übrigens: Kleineinleiter, Großeinleiter, Hier noch zwei Bilder vom Februar dieses Jahres, Tauwetter, diese Dreckbrühe aus dem Firmengelände Tappe fließt direkt in den Dorfbach nach Affalter, ob die dafür auch einen Abwasserbescheid bekommen haben?
WK


 
10.02.2011 Neue Abwassergebühren wurden erfunden

Dem Einfallsreichtum mancher Menschen sind keine Grenzen gesetzt. Und natürlich ist die EU schuld, wenn in Affalter (und anderswo) mal auf die Schnelle neue Geldquellen generiert werden, indem neue Abwassergebühren erfunden werden.
Die Freie Presse vom 10. Februar berichtet darüber.
Demnach wurde durch den Freistaat Sachsen eine bis 2009 geltende Ausnahmeregelung abgeschafft und eine neue "Kleineinleiterabgabe" geschaffen. Diese gleich rückwirkend ab 2010. Da scheinen die Kassen bei den Abwasserzweckverbänden ganz schön leer zu sein.
Zahlen müssen die neue Abgabe alle, die eine "alte" Kläranlage besitzen, also noch keine "vollbiologische" Anlage.
Nichts bezahlen müssen demnach wohl alle, die bisher noch gar keine Kläranlage besitzen, weil sie ja auch nichts einleiten, sondern nur "ableiten".
Die Biogasanlage und manch anderer überlaufende Schandfleck lassen grüßen.
Natürlich muss die Gebühr ordnungsgemäß berechnet werden.
Die Affalterer (wie auch alle anderen Betroffenen) werden dafür in "Schadeinheiten" eingeteilt. Eine Schadeinheit besteht aus zwei Personen. Diese dürfen dann 35,79 Euro im Jahr blechen. Dies ist aber noch nicht alles: Es fallen Nebenkosten in Höhe von 27,26 Euro an, weil der Zast natürlich jede Menge Aufwand hatte, die Gebühr ordnungsgemäß festzustellen und zu erheben.
Man munkelt, dass die Gebühr deshalb eingeführt wurde, weil sich noch zu viele "Schadeinheiten" gegen den Bau der vollbiologischen Kläranlagen sträuben. Wahrscheinlich sind das diejenigen, die denken können und mal die "vollbiologische" Wirkungsweise solch einer Anlage hinterfragt haben. Ganz so vollbiologisch scheinen die Anlagen ja nun wirklich nicht zu funktionieren, wenn dafür Pumpen und Kompressoren benötigt werden, die natürlich Strom fressen und laufende Kontrollen und ständige Wartung bedingen - natürlich kostenpflichtig! 
Wehren kann man sich dagegen nicht.
Ein Kanal kommt für Affalter nicht in Frage - dafür ist die Hauptstraße noch zu gut erhalten.
An diesen ist frühestens 2016 zu denken, wenn alle Schadeinheiten an vollbiologische Anlagen angeschlossen sind und demzufolge die Kleineinleiterabgabe gegen Null geht. Dann müssen neue Geldquellen her - und fluchs wird der Kanal gebaut. Wetten dass...?
Vielleicht kann man das Übel so gering wie möglich halten, wenn sich die Betroffenen zusammen tun und gemeinsam nach einer kostengünstigen und wartungsarmen Lösung suchen. Vielleicht gelingt es dann, Rabatte bei Händlern und Wartungsfirmen zu erhalten, wenn sich mehrere Hausbesitzer für das selbe Fabrikat und die gleiche Wartungsfirma entscheiden. Wer Interesse an solch einer Form der Zusammenarbeit hat, möge sich melden.
F.U. 
 
30.12.2010 Hoffnung in Albernau - und was passiert in Affalter?

Die heutige Freie Presse berichtet über die Albernauer Bürgerinitiative, die es geschafft hat, mit dem Abwasser-Zweckverband zumindest ins Gespräch zu kommen.
Albernau war ja (genauso wie Affalter) wegen fehlender Finanzmittel  kurzerhand als "dezentral eingestuft worden, was zur Folge hatte, dass alle Haushalte bis 2015 an eine vollbiologische Kläranlage angeschlossen werden müssen.
Die Albernauer haben sich gewehrt, weil der Bau und die Unterhaltung der vollbiologischen Kläranlagen recht teuer ist.
[ZUM PRESSEARTIKEL]

In Affalter hingegen tut sich wenig oder besser gesagt gar nichts.
Unser Dorf als "dezentral" einzustufen ist schon etwas merkwürdig, auch wenn die Finanznöte der Kommunen und Verbände bekannt sind. Wenn die "Großen" kein Geld haben, müssen eben die "Kleinen" ran! Das haben mehrere Anrufer genauso gesehen, die sich auf den untenstehenden Artikel vom 3.11. bei uns gemeldet haben. Druckreife Wortmeldungen waren leider nicht dabei. Es waren immer unschöne Worte enthalten, die im weitesten Sinne etwas mit "Abwasser" zu tun hatten.

Offenbar ist aber das Jahr 2015 so weit entfernt, dass sich in Affalter bisher nichts regt.
Oder vielleicht ist es so, dass die Affalterer gern das Geld für eine vollbiologische Kläranlage ausgeben wollen?
Auch bei der Gefahr, dass sie nur ein oder zwei Jahre in Betrieb ist, weil dann wieder irgendwelche Fördermittel kommen und doch der Kanal gebaut wird. Natürlich mit Anschlusszwang für alle Haushalte.

Sollten sich doch noch Bürger finden, die sich gegen die beschlossene Regelung zum Bau der vollbiologischen Kläranlagen aussprechen, freuen wir uns auf Ihre Wortmeldungen...  
  
03.11.2010 Was hat Affalter mit Albernau gemeinsam?

Das Abwasserproblem!
Doch wo es in Affalter noch recht ruhig ist, wehren sich die Albernauer!
Die Freie Presse vom 2. November 2010 bringt einen Bericht über die Albernauer Bürgerinitiative, die sich gegen den Bau von vollbiologischen Kleinkläranlagen für jedes Gebäude einzeln wehrt und stattdessen auf eine zentrale Lösung drängt. Die Albernauer fürchten dauerhaft höhere Kosten beim Betrieb der Insellösungen gegenüber einem zentralen Sammler und einer Zentralkläranlage. Jede einzelne vollbiologische Anlage kostet erst mal eine Menge Geld und Aufwand und in der Folge dann ständige (kostenpflichtige) Wartungsmaßnahmen und Kontrollen durch die Wasserbehörde.
Auch Frank Ulbricht ist davon betroffen. Er schreibt:

"Wir haben in Affalter das gleiche Problem wie in vielen anderen Orten. Die Bürger werden durch Beschluss der Behörde gezwungen, die vorhandenen Mehrkammergruben auf den Stand der Technik zu bringen und vollbiologische Anlagen zu bauen. Ich befürchte allerdings, dass es in Affalter mit dem Abwasser genauso passiert, wie 1995 mit dem Gasanschluss. Wir hatten seinerzeit gebaut und uns bei der Gasversorgung in Chemnitz nach der Versorgung mit Erdgas erkundigt. Ein Schulfreund arbeitet dort in leitender Stellung und seine Antwort war: Affalter steht nicht im Plan!
Ein Jahr später gingen die Werber von Erdgas Südsachsen durchs Dorf und bewarben die Erdgasanschlüsse, die dann auch ganz kurzfristig gelegt wurden. Pech für diejenigen, die sich ihr Grundstück gerade erst mit einem Oel- oder Flüssiggastank verziert hatten, der nebenbei auch Geld gekostet hat.
Ich bin sicher, dass sich dieses Erlebnis wiederholt. Wenn derzeit auch kein zentraler Sammler im Plan ist, so kann dies in fünf Jahren schon ganz anders aussehen. Bisher wird damit argumentiert, dass hauptsächlich dort die dezentralen Kläranlagen zu bauen sind, wo sich die Häuser verstreut im Ortsbild finden. Doch das dürfte für Affalter wohl nicht zutreffen. Im wesentlichen gibt es eine Straße und die hat auch noch ein schönes Gefälle...
Auch die notwendigen Kanalbauarbeiten und der Aufriss der Hauptstraße sollten kein Argument sein! Die Technologien sind dafür vorhanden und irgendwann geht an einem zentralen Sammler kein Weg vorbei.
Wenn 2015 (in fünf Jahren!) alle Affalterer eine neue vollbiologische Kläranlage haben, wird wohl spätestens 2016 der Bau eines zentralen Sammlers geplant werden.
Vielen Dank auch!"


Wenn sich noch mehr Einwohner zu Wort melden wollen, so würden wir uns freuen.
Auch solche Vorschläge, welche Anlagetypen empfehlenswert sind (so sich der Bau einer vollbiologischen Anlage nicht verhindern lässt), sind willkommen.
 

02.11.2010 Freie Presse vom 02.11.2010

Abwasserproblematik

 
09.09.2010 Freie Presse: Jeder neunte Sachse nutzt noch alte Kläranlage

Kläranlagen