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Wie
kommt Affalter zu seinem Namen? Und warum heißt diese Homepage
Affalter24?
Warum heißt diese Homepage Affalter24.de
und nicht einfach nur Affalter.de?
Nun die 24 bedeutet im Internet eben 24 Stunden geöffnet, bzw. wenn
eine Adresse schon vergeben ist, nimmt man sie und hängt die 24
hinten dran.
Immerhin ist
www.Affalter.de
schon vergeben, man kommt auf die Seite von Herrn Thomas Hardt, ein
freischaffender Künstler aus Neustadt, bei Hannover.
Er stellt seine Holzarbeiten vor, allerdings war für mich nicht
ersichtlich, welcher Bezug zum Namen der Internetseite besteht. Auf
meine Anfrage schreibt er dazu:
Der Name Affalter ist wohl ein altdeutscher Begriff für
Apfelbaum, und dieser ist im keltischen Baumhoroskop meine
Entsprechung. Da sich die keltische Kunst oft in meinen Arbeiten
wiederfindet kam ich zu Affalter, von Ihrer Gemeinde hab ich erst
später erfahren.
Mit freundlichen Grüßen Thomas Hardt
Soviel dazu, bleibt nun nur noch diese Seite
einmal zu besuchen:
www.affalter.de
Und das steht im
keltischen Baumhoroskop unter Apfelbaum: 23.12 - 01.01 Apfelbaum
Apfelbäume sind bei
uns schon seit der Jungsteinzeit bekannt. Bei Ausgrabungen fand man
in den Resten früherer Behausungen Apfelkerne. In den Mythen vieler
Völker taucht der Apfel als paradiesische Frucht auf. Eva verführte
Adam mit einem Apfel. Und das Paradies der Kelten heißt Avalon,
"Apfelland".
Es wird gesagt, daß Apfelbaum-Geborene zwischen Himmel und Erde, Gut
und Böse vermitteln sollen. Verstand und Gefühl gehören für diese
Menschen zusammen, und ihre moralische Toleranz soll vorbildlich
sein. Sie helfen gerne und sind sehr verständnisvoll, aber auch
verletzlich und geneigt, zuviel zu schlucken. Das birgt die Gefahr
der Unterdrückung durch andere, denn sie wehren sich nur in
äußerster Not.
Der Apfelbaum war der heilige Baum in Avalon. Ein Zweig des
Apfelbaums sollte helfen, Menschen zu heilen und der Schlaflosigkeit
Einhalt gebieten. Quelle:/www.paranormal.de
So viel zum Thema
Affalter und Apfelbaum, jeder der das liest sollte sich selber
seinen Reim draus machen.
Willi Kreutel
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• Eine
Rede des Dorfchronisten vom 15.07.1998 zum Thema Namensgebung Affalter
OA=Ober Affalter NA=Nieder Affalter
Affalter besteht heute aus den einstmals vier
selbstständigen Orten OA, NA, Streitwald und Grüna. Die erste urkundliche
Erwähnung, datiert auf das Jahr 1396. Ein anderer Eintrag ohne Jahresangabe
dürfte auf die Zeit um 1380 einzuordnen sein. OA und NA sind der Anlage nach
echt erzgeb. Waldhufendörfer und entstanden, wie auch Grüna, in der Zeit der
großen Besiedlung unserer Gegend, vor ungefähr 700 Jahren. Fränkische und
Schwäbische Siedler waren es, die hier den Wald rodeten und urbar machten. Wenn
ich extra sage: Urwald, dann deshalb, weil ja schon die Nachbarorte Lößnitz,
Dittersdorf, Zwönitz gab, und Kloster Grünhain mit seinen Machtbereich längst
bestand. Die Flureinteilung geschah in Streifen, immer vom Talgrund auf die
Höhe. Man nennt die ein geteilten Landstreifen Hufen, wobei manche Bauern nur
eine dreiviertel Hufe, andere eineinhalb Hufen erhielten. Über die Größe einer
Hufe streiten sich heute wieder die Gelehrten; dürfte bei uns um 20 ha. haben.
Das Land beiderseits des Baches wurde gleich zu Anfang gemeindeeigenes Land.
Nach neueren Forschungen haben unsere Siedler den Ortsnamen mitgebracht. Unser
Affalter ist, entgegen mehreren anderen Deutungen, ein Herkunftsname.
Jahrhunderte lang waren Affalter und Grüna reine Bauerndörfer. OA hatte 16
Bauerngüter, NA 17 Güter. Durch Erbteilungen, Verkäufe, Verpachtung, betrug die
Zahl der Landwirtschaftlichen Betriebe um 1950 achtundsechzig an der Zahl! Nach
1500 entstanden am Affalterbach (ganz oben im Ort heißt er Pferdebach) entlang
sieben Mühlen, die die Produkte der Bauern weiterverarbeiten und das Holz
unserer Wälder schnitten. Meine neusten Forschungen lassen den Schluss zu, das
es gar acht Mühlen gab! Der erste Hausgenosse wird 1577 erwähnt.
Bis ins 19. Jahrhundert verrichteten die OA und Grünaer Bauern ihre Frondienste
und Abgaben an die Schönburgische Herrschaft in Hartenstein. Die NA Bauern
frönten auch dorthin; allerdings acht Bauern an den Edelhof Alberoda. Und dieser
adlige Herrschaftssitz ist auch viel älter, als bisher angenommen. Nach einer
erst wenige Monate alten Information kaufte im Jahre 1406 Fritzold von Polenz
aus Reifland einige Güter in Alberoda und NA! Früher spielte Feldwirtschaft
(Roggen, Hafer) die Hauptrolle. Der Anbau von Flachs war in Affalter bedeutend.
1710 gab es schon ein Flachsdörrhaus, das dieses Produkt weiterverarbeitet.
Viehzucht wurde erst in unserer JH. intensiv betrieben. Damit wurden auch
Viehhändler ansässig. Im 18 JH. nahmen die Zahl der Häusler und die zur Miete
wohnenden Hausgenossen zu. Sie erwarben sich ihren Lebensunterhalt durch
Strumpfwirkerei durch Heimarbeit. 1907 wurde die Strumpffabrik eröffnet, die bis
zu 200 Arbeiter beschäftigte. Inzwischen gab es viele Gewerbetreibende:
Hufschmiede, Waffenschmiede (die Bezeichnung bezog sich nur auf die Herstellung
von Schneidenden Werkzeugen wie Beile, Hacken u.a.), Stellmacher, Tischler,
Maurer, Zimmermänner, Schieferdecker, Schneider, Fleischer. Der
Dachschieferabbau hatte einst große Bedeutung. Das Bergverwalterhaus am
Ortseingang und die birkenbestandenen Halden erinnern noch daran.
Wirtschaftlichen Aufschwung brachte 1889 die Eisenbahn Zwönitz-Stollberg. Am
Bahnhof Affalter gründete man 1903 eine Landw. Genossenschaft, die für die LA WI
der gesamten Umgebung Bedeutung erlangte. Buslinien führen schon seit 1914 durch
Affalter und gewährleisten Direktverbindung mit den Städten Aue, Plauen,
Chemnitz, Zwickau, Annaberg. Das Waldgebiet "Streitwald" gehört den Schönburgern
auf Schloss Lichtenstein und heißt so nach einem umstrittenen Waldgebiet, wonach
Kloster Grünhain seine Nachbarn und traf sich mit diesen, dem Schönburger Grafen
und dem Herrn von Schönberg zu Zwönitz, um an der Grenze der drei Besitzungen
den Dreilagenstein zu errichten. 1604 gab es schon ein Forsthaus eine Schäferei.
Weil dort öfter Zigeunerbanden ihr Unwesen trieben, erlaubte die Herrschaft
1715, das einige Leute daneben Häuser bauten. Es entstand ein Dörfchen, dessen
Einwohner sich von Waldarbeit, Weberei, Strumpfwirkerei und Schieferbergbau
ernähren. Es waren aber auch Porzellanhändler, Bandhändler, Horndrechsler,
Papiermacher und Bauhandwerker ansässig. Die Vereinigung von OA und NA geschah
am 1. Januar 1925. Ein Jahr später errichtet man auf der Grenze beider Ortsteile
das Rathaus. Aus verwaltigungstechnischen Gründen wurde Streitwald am 01.04.1939
in Affalter eingemeindet. Die Zukunft von Grüna sah man eines Tages ebenfalls in
der Eingemeindung in Affalter, die man am 01.02.1974 vollzog. OA und NA besaßen
ab 1704 eine gemeinsame Schule. Das jetzige Schulgebäude wurde 1890 erbaut.
Streitwald war bis zur Eingemeindung 1939 schulisch selbstständig. Die Grünaer
Kinder gehen schon immer nach Beutha zur Schule. Kirchlich gehörten OA, NA Grüna
und Streitwald zu den "eingepfarrten Dorfschaften" von Lößnitz als einstige
Hauptstadt der Grafenschaft Hartenstein. Die Ev.- Luth. Kirche Affalter wurde
1931 geweiht. Seit 1935 besitzt die Ev.- meth. Kirchgemeinde in Affalter eine
Kapelle, die Christuskirche.
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